SHOOZ No.: 29
Jugendliche gestalten einen Kalender zum Thema “Vorbilder”

Ich stehe auf einem Berg. Keine Menschen,
keine Geschäfte. Wind streichelt mein Haar,
mein Gesicht. Keine Abhängigkeit. Ich bin frei.
Genieße den Moment. Jeder Atemzug fühlt
sich gut an.
Viele Menschen halten einen ausgefüllten
Terminkalender für ein ausgefülltes Leben ….
Isabell
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Danke Mama, das du für mich da bist!
Selina
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Ich bin für die Kinder da, gebe im
Zweifelsfall das Letzte für sie. Halte als
Mutter immer zu ihnen. Koche gern für sie.
Als Vater unterstütze ich meine Töchter, trete ihnen manchmal in den Arsch, wegen der
Schule zum Beispiel. Ich habe einen guten Beruf, bin zielstrebig, gehe jeden Tag arbeiten.
So sind meine Eltern. So will ich auch sein. So bin ich.
Anika
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Wer denkt, das Leben wird gelenkt, denkt falsch.
Durch eine kleine Verletzung lernst du das Kämpfen;
durch eine grosse Verletzung besiegst du den Kampf.
Jeder muss sein Leben lenken. Nicht lenken lassen.
Der Anpfiff.
Dein Rückspiel beginnt.
Immo
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Gefühle zu fühlen, zu wissen warum und wofür ich lebe, den Kopf frei bekommen.
Lennart
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Du kannst es ein Vorbild sein. Die Kraft dafür steckt in jedem. Ehrlichkeit und Entschlossenheit sind die Eigenschaften die ein Vorbild ausmachen.
Martin
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Ich wache auf, wo bin ich, was ist passiert. Langsam bekomme ich einen klaren Gedanken. Ich sehe mich um, merke, dass ich allein in einem Flugzeug sitze, dass auf einer verlassenen Insel gestrandet ist. Ich schaue ob ich verletzt bin und sehe eine Wunde im Bauchbereich. Ich kucke, ob ich etwas finde, womit ich die Wunde verbinden kann. Doch mir fällt nur ein Feuerzeug ins Auge. Ich verlasse das Flugzeug und gehe in Richtung Zentrum der Insel. Plötzlich sehe ich eine alte Hütte und betrete sie. In der Mitte fällt mir eine Luke auf. Ich öffne sie. Kann nichts sehen, benutze das Feuerzeug, erkenne einen Schacht und steige hinein. Nach ein paar Metern kann ich aufstehen. Etwas bewegt sich im Dunkeln, sie werden unruhig, reißen ihre sabbernden Mäuler auf, umkreisen mich.
Meine Lebensenergie beträgt nur noch 30%.
Die Situation sieht nicht gut aus.
Mein Gedanke ist “Game over”.
Sven
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Ich trainier für die Frauen,
denn wenn sie sowas sehen, sagen sie: Wow!
Es kommt gut an und freuen tut s dich auch,
denn du hast dadurch einen Waschbrettbauch.
¨
Also, wenn ich dich anruf geh dran,
und wir beginnen den Sport zusammen.
Doch beginnst du den Sport mit null Disziplin,
wirst du fallen und erreichst das Ziel nie.
Lässt du den Sport aber komplett aus,
wirst du hässlich und fett, die Frauen rasten aus.
Drum geh mit mir den eisernen Weg,
denn wir fangen lieber jetzt an als zu spät.
Ziehst du s durch, ist dein Body dein Erzeugnis,
mein Freund, das ist das Ergebnis von Fitness.
Reduan
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So schwer der Weg auch ist, egal, wie hoch
man schwebt, wie tief man fällt – es gibt immer
Menschen, die uns ins Leben zurückholen.
Egal wie lang der Weg durch einen Tunnel ist,
an jedem Ende gibt es ein Licht.
Siehst du dieses Licht?
Spürst du neue Kraft und Hoffnung?
Renè
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… war wirklich steil. Schmutzig.
Verschlossen. Voller Hindernisse. Vieler
Ruckschlage. Und Neuanfange. Ich ging
ihn allein.
Doch eines Tages ging einer mit mir.
Er hat immer ein offenes Ohr, findet
immer eine Lösung, kennt mein Ziel.
Zu zweit kriegen wir es irgendwie hin.
Und der Weg öffnet sich. Da ist ein
und der zeigt mir neue Wege. Jeder
Weg hat eine eigene Farbe. Ich kann
mich neu entscheiden. Danke dafür.
Dara
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Um mich herum ist nichts. Nur ich.
Ich und mein Leben. Mein Leben, das gerade irgendwie schön zu sein scheint.
Ich bin selbstbewusst, ich verschwende meine Zeit nicht mit Menschen, die schlecht über mich denken, geschweige denn schlecht über mich reden.
In meinem Kopf herrscht kein Wirrwarr, mein Kopf ist einzig und allein mit schönen Dingen gefüllt.
Schöne Dinge, die es nicht zulassen, dass ich auch nur eine Sekunde traurig bin.
Ich atme, atme gleichmäßig und ruhig. Ohne den Hauch von Stress, Hektik oder Problemen.
Ich habe einen wunderbaren Job, bei dem ich keine Angst haben muss, etwas falsch zu
machen, denn das, was ich mache, ist gut – einfach gut.
Ich habe eine wunderbare Beziehung, in der ich sein kann, wie ich will. Über alles reden. Lachen ohne falsches Lachen.
Ich muss mich für nichts schämen.
Ich bin immer noch verliebt.
Ja, das ist mein Leben. Das bin ich. Und wenn ich jetzt meine Augen öffne, sehe ich, dass ich
allein für meine Träume kämpfen muss.
Ich allein bin mein Vorbild.
Kathi
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Ich laufe durchs Leben und sehe keinen Zweck,
meine eigene Zukunft rennt mir weg.
Ich folge dem Lebenspfad irgendwohin,
ist das die Richtung zu meinem Lebenssinn?
Er führt mich zu der Frage,
was ich eigentlich will.
Abdalla
Fotograf: Falko Wenzel Köln; Grafik: Roland Pecher (Pecher&Soiron Köln); Führung Texterarbeitung: Schriftsteller Christian Linker (Köln)
Zwölf Jugendliche, ein Fotostudio, kistenweise Papier, Styropor, Bastelmaterial,
zwei Tage Zeit. „Bildung durch Vorbilder“ lautet die Vorgabe, aber wie
soll das gehen? Wer sind meine Vorbilder, bin ich selber Vorbild? Wenn ja – für
wen? Vielleicht mein eigenes?
Die Fragen gehen an die Substanz: Wer bin ich, wer könnte ich sein – will ich
sein? Plausibilitäten brechen auf; es werden Träume geträumt, Zweifel angezweifelt,
Texte getextet und Wörter verworfen. Begleitet und gecoacht von
Grafi ker Roland Pecher, Fotograf Falko Wenzel, Schriftsteller Christian Linker
und Projektleiterin Barbara Pabst entstehen zwölf einzigartige Kalenderseiten.
Sie geben Zeugnis vom Fragen und Suchen ihrer Autorinnen und Autoren;
von ihrem Mut, ihrer Kraft und ihrer Fantasie. Sie sind zugleich Ausweis einer
personalen, ganzheitlichen Bildungsarbeit, wie die Katholische Jugendsozialarbeit
sie versteht.
Wir freuen uns, wenn dieser Kalender im Jahr 2012 Ihr Wegbegleiter ist und
Ihnen Tag für Tag zeigt, dass alle jungen Menschen Mut, Kraft und Fantasie
haben, dass das Engagement für junge Menschen – auch in schwierigen
Lebenslagen – in Politik, in Kirche und täglich vor Ort Früchte trägt und nicht
enden darf. Diese zwölf jungen Menschen fordern Sie auf, nicht in Ihrem
Engagement nachzulassen, denn sie brauchen Sie: Menschen, die sich für
sie einsetzen, Menschen, die sich für bessere gesellschaftliche Rahmenbedingungen
stark machen und Menschen, die sie wertschätzen.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit NRW dankt
ihren Trägern und Einrichtungen für die wirkungsvolle Arbeit mit insgesamt
etwa 27.000 jungen Menschen und ihren Partnerinnen und Partnern in Kirche,
Politik, Verwaltung und Wirtschaft für die Unterstützung ihrer Arbeit und das
offene Ohr für die Anliegen junger Menschen. Wir wünschen Ihnen ein zufriedenes
und gesegnetes Jahr 2012.
Stefan Ewers






































